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Ulrich Krueger

unregistriert

1

Montag, 28. April 2003, 11:29

Wasserenthaertung mit Polyphosphat

Ich lebe im Elsass by Basel, und habe sehr hartes Wasser.
Ich brauche eine Enthaertungsanlage und bin auf die Moeglichkeit der Verwendung von Polyphosphat gestossen. Dabei wird das Wasser an Polyphosphatkristallen vorbeigefuehrt und der Kalk geht eien Verbindung mit dem Phosphat ein.
Diese Verbleibt dann im Wasser und wird normal weitergeleitet, also auch ins Trinkwasser. Angeblich ist diese Verbindung harmlos und beeintraechtigt die Qualitaaet des Wassers nicht.
Gibt es Erkenntnisse die gegen die Anwendung von Polyphosphat sprechen?

Harald Maedl

unregistriert

2

Montag, 28. April 2003, 13:12

Re: Wasserenthaertung mit Polyphosphat

Hallo Herr Krüger,

grundsätzlich gibt es keine Einwände gegen Stabilisatoren, die eine Kalkausfällung verhindern. Der Erfolg hängt jedoch sehr stark von der Wasserzusammensetzung ab. Zur Entscheidung, ob solches Dosierverfahren angewendet werden kann, ist eine Wasseranalyse hilfreich.

Nebenbei, das Wasser wird dabei nicht enthärtet, sondern es werden lediglich die Kalkausfällungen vermindert.

Grüße
Harald Mädl

Ulrich Krueger

unregistriert

3

Dienstag, 29. April 2003, 11:54

Re: Wasserenthaertung mit Polyphosphat

Lieber Herr Maedl

Vielen Dank fuer Ihre Antwort
Yunaechst einmal ist es fuer mich grundsaetzlich wichtig, ob die Polyphosphatverbindung in irgend einer Form Gesundheitsschaedlich oder einen Geschmack hat.
Mann hat mir gesagt,dass ich hier bis zu 400g/m³ an Kalk im Wasser habe.
Wovon waehre ein Polyphosphateinsatz abhaengig?

Der Preis von Enthaertungsanlagen incl. Installation variert sehr stark.
Ich habe Preisunterschiede bis zu €1000.
Die guenstigste Variante liegt bei €1950. Die Polyphosphatvariante liegt bei ca €300.
Gibt es einen Test der verschieden Anbieter?
Ulrich Krueger


>Hallo Herr Krüger,
>grundsätzlich gibt es keine Einwände gegen Stabilisatoren, die eine Kalkausfällung verhindern. Der Erfolg hängt jedoch sehr stark von der Wasserzusammensetzung ab. Zur Entscheidung, ob solches Dosierverfahren angewendet werden kann, ist eine Wasseranalyse hilfreich.
>Nebenbei, das Wasser wird dabei nicht enthärtet, sondern es werden lediglich die Kalkausfällungen vermindert.
>Grüße
>Harald Mädl

Ulrich Krueger

unregistriert

4

Dienstag, 29. April 2003, 11:56

Re: Wasserenthaertung mit Polyphosphat

Lieber Herr Maedl

Vielen Dank fuer Ihre Antwort
zunaechst einmal ist es fuer mich grundsaetzlich wichtig, ob die Polyphosphatverbindung in irgend einer Form Gesundheitsschaedlich oder einen Geschmack hat.
Mann hat mir gesagt,dass ich hier bis zu 400g/m³ an Kalk im Wasser habe.
Wovon waehre ein Polyphosphateinsatz abhaengig?

Der Preis von Enthaertungsanlagen incl. Installation variert sehr stark.
Ich habe Preisunterschiede bis zu €1000.
Die guenstigste Variante liegt bei €1950. Die Polyphosphatvariante liegt bei ca €300.
Gibt es einen Test der verschieden Anbieter?
Ulrich Krueger


>Hallo Herr Krüger,
>grundsätzlich gibt es keine Einwände gegen Stabilisatoren, die eine Kalkausfällung verhindern. Der Erfolg hängt jedoch sehr stark von der Wasserzusammensetzung ab. Zur Entscheidung, ob solches Dosierverfahren angewendet werden kann, ist eine Wasseranalyse hilfreich.
>Nebenbei, das Wasser wird dabei nicht enthärtet, sondern es werden lediglich die Kalkausfällungen vermindert.
>Grüße
>Harald Mädl

Harald Maedl

unregistriert

5

Dienstag, 29. April 2003, 16:16

Re: Wasserenthaertung mit Polyphosphat

Hallo Herr Krüger,

allen Erkenntnissen nach sind solche Dosierungen nicht gesundheitsschädlich. Es können jedoch leichte Geschmacksveränderungen vorkommen, die, wenn überhaupt, sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Frauen haben hier oftmals den feineren Geschmacksinn.
Ohne Kenntnis anderer Wasserparameter hat ihr Wasser eine Gesamthärte von rund 23°dH. Eine Dosierung scheint mir in diesem Fall nicht angesagt. Zum einen stehen die laufenden Kosten für Dosiermittel dem entgegen, zum anderen müßten u.U die Grenzwerte überschritten werden.
Bitte haben Sie Verständnis, daß ich ohne weitere Angaben ebenfalls nur sehr ungenauu antworten kann. Eine Wasseranalyse würde unserem Labor die Arbeit erleichter, eine sinnvolle Aussage treffen zu können.
Zu den angesprochenen Kosten:
Ein Preisvergleich ist oftmals nicht ganz einfach. So sind Dosieranlagen in der Anschaffung günstiger als Enthärtungen, jedoch liegen die laufenden Kosten (z.B. für Dosiermittel und Wartung) höher als Enthärtungen.
Außerdem erzielen Sie auch Einsparungseffekte durch den Einsatz von Enthärtungen. Eine überschlägige Einschätzung findet Sie in meiner Antwort vom 27.04 auf den Beitrag von Frau Straßer-Koch.

Ich weiß ja nicht, wo Sie Dosieranlagen angefragt haben, aber eine wasserzählergesteuerte Dosieranlage kostet in aller Regel erheblich mehr als die von Ihnen angegebenen 300EUR. Wahrscheinlich ist Ihnen hier eine Anlage mit einer fest eingestellten Dosiermenge angeboten wurden, die für Ihren Zweck möglicherweise nicht sehr geeignet ist.

Auch bei den Preisvergleichen von Enthärtungen muß man unterscheiden zwischen Einzel-/Doppelanlagen, mengen- oder zeitgesteuerten Anlagen, Kabinettanlagen oder als Industriestandard mit separatem Salztank, DVGW-geprüften oder Industrieanlagen etc. Die Preisspannen sind hier beträchtlich.
Kleinere Anlagen für Einfamilienhaushalte sind in einfacher Ausführung jedenfalls schon für weit unterhalb von 1000EUR zu haben. Es ist ähnlich wie bei Preisvergleichen zwischen Autos. Für Komfort und Sicherheit wird auch mehr verlangt.

Tests: M.W. gibt es Tests über Enthärtungen bei der Stiftung Warentest. Es wurden aber soweit ich weiß lediglich bekanntere Marken getestet.
Aber auch diese verwenden fast alle die gleiche Technik, oftmals sogar die gleichen Vorlieferanten, z.B für die Steuerventile oder Drucktanks.
Über Dosieranlagen sind mir solche Tests nicht bekannt.
Generell ist es ein guter Anhaltspunkt, ob die Anlage eine DVGW-Prüfung hat. Das heißt aber nicht, daß Anlagen ohne diese Prüfung deswegen zwangsläufig schlechter sein müssen. Kleinere Händler sparen sich schlicht die Prüfung, die nicht ganz billig ist, und geben dafür die Anlagen preiswerter ab.
Es würde mich freuen, wenn ich Ihnen mit meinen Informationen dienen konnte.

Viele Grüße
Harald Mädl


>Lieber Herr Maedl
>Vielen Dank fuer Ihre Antwort
>zunaechst einmal ist es fuer mich grundsaetzlich wichtig, ob die Polyphosphatverbindung in irgend einer Form Gesundheitsschaedlich oder einen Geschmack hat.
>Mann hat mir gesagt,dass ich hier bis zu 400g/m³ an Kalk im Wasser habe.
>Wovon waehre ein Polyphosphateinsatz abhaengig?
>Der Preis von Enthaertungsanlagen incl. Installation variert sehr stark.
>Ich habe Preisunterschiede bis zu €1000.
>Die guenstigste Variante liegt bei €1950. Die Polyphosphatvariante liegt bei ca €300.
>Gibt es einen Test der verschieden Anbieter?
>Ulrich Krueger
>
>>Hallo Herr Krüger,
>>grundsätzlich gibt es keine Einwände gegen Stabilisatoren, die eine Kalkausfällung verhindern. Der Erfolg hängt jedoch sehr stark von der Wasserzusammensetzung ab. Zur Entscheidung, ob solches Dosierverfahren angewendet werden kann, ist eine Wasseranalyse hilfreich.
>>Nebenbei, das Wasser wird dabei nicht enthärtet, sondern es werden lediglich die Kalkausfällungen vermindert.
>>Grüße
>>Harald Mädl

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