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Donnerstag, 29. Juli 2010, 16:15

Grundwassersenkung durch Bewässerungsbrunnen

Ich wohne in einem Wasserschutzgebiet und das dortige Wasserwerk fördert 3600 m3 pro Tag. Gerade in diesem Einzugsgeboiet sind in der letzten Zeit mehrere tiefe Brunnen durch Landwirte zur Bewässerung ihrer Monokulturen, wie z.B. Spargel, Erdbeeren oder Kartoffeln, erstellt worden. Das Fördervolumen einer einzelnen Bewässerungspumpe beträgt lt. Datenblatt ca. 100m3/h. In der letzten Zeit kann man vermehrt feststellen, dass Wiesenbrunnen versiegen, Bäume absterben u.s.w.. Ein Grund hierfür ist meiner Ansicht nach in dem starken Absenken des Grundwasserspiegels, gerade als Folge dieser Bewässerung, zu sehen. Bewässert wird ja hauptsächlich dann, wenn es sowieso schon sehr trocken ist.
Die Pumpen (3) laufen ca. 12 Stunden am Tag. Die Fördermenge ist dann fast genauso hoch oder noch höher als die Fördermenge des Wasserwerkes. Die verantwortliche Verwaltung auf diesen Sachverhalt angesprochen, reagiert wie folgt: Das geförderte Grundwasser wird nicht weggepumpt sondern nur von unten nach oben befördert und der überwiegende Teil versickert ja wieder im Boden und kommt dann als Grundwasser wieder unter an. Seitens der Verwaltung bestehe daher kein Handlungsbedarf.

Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen über den Einfluss von Grundwasserfördermengen zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen in Bezug auf die Absenkung des Grundwasserspiegels und welcher Anteil der Fördermenge kommt tatsächlich wieder als Grundwasser unten an?

Herbert


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Dienstag, 7. September 2010, 09:17

Hallo Herbert,

ich glaube dass die Landwirte nur Oberflächenwasser und kein Grundwasser wie die Wasserwerke abpumpen. Es stimmt, dass das Wasser im Kreislauf läuft. Aber dazu muss erst unter abgesenkt werden um danach zeitversetzt versickern zu können. Und diese "kleine" Absenkung verursacht genau das, was Sie beschreiben. Ich kenne ein anderes Beispiel (Bewässerung Golfplatz), wo das Wasser nicht abgesenkt aber angehoben (1,5m) wurde, was zum Bauschäden (Wasser im Keller) in naheliegendem Baugebiet geführt hat. Man hat in diesem Fall das Wasser aus einem Teich genommen und dieses zusätzlichen Wasser in den Kreislauf gebracht.

Es gibt bestimmt wissenschaftliche Untersuchung dazu. Muss man bisschen mehr googeln.

Gruß

Möller

Beiträge: 4

Wohnort: Bielefeld

3

Mittwoch, 6. Februar 2013, 15:37

Wir haben bei unserem Keller auch das Problem, dass es bei bestimmten Witterungsverhältnissen ebenfalls zum Wassereinbruch kommt. Wir haben jetzt keinen Meter Wasser im Keller aber der ganze Boden ist total Nass. Wir haben uns damit abgefunden, dass bei starken Regen oder der Schnee beginnt zu tauen (über mehrere Tage) unsere Pumpe aktiviert wird. Dadurch erreichen wir, dass in unserem Brunnen sich das überschüssige Wasser ansammeln kann. Und der Keller bleibt trocken.

Durch das herauspumpen / quasi Platzschaffen im Brunnen, kann das Wasser was ringsherum ums Haus einsickert in den Brunnen aufsteigen und drückt so nichts ins Haus/Keller.

Also doch Verdrängung durch Oberflächenabpumpen :-)

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