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Donnerstag, 21. Mai 2009, 22:00

Rückstauschaden durch mangelhafte Hausanschluss-Einbindung

Hallo,

bewohne seit 2003 meine "neue“ Eigentumswohnung.
Die von der Straße leicht abfallende Parterrewohnung liegt unter der Rückstauebene und hatte 14 Tage nach Erstbezug den ersten Rückstau der Hausentwässerung wegen mangelnden Gefälles. 2004 wurde die Wohnung bei einem starken Unwetter durch einen weiteren Rückstau stark beschädigt da man nach der Gefällekorrektur die Rückstauklappe vergaß wieder einzubauen. Bin seitdem mit Planer, Bauträger und Bauleiter vor Gericht. Aufgelaufene Kosten bis jetzt 30.000 Euro.
-Rückstauklappe Marke "Baumarkt Standart“ liegt außerhalb des Hauses.
-Hausentwässerung wurde rückwärts gegen die Flussrichtung des Hauptkanales geführt.
-Entwässerung Ober- und Parterrewohnung werden nicht in direkten Wege aus dem Haus geführt, sondern in einer Sammelleitung zusammengeführt und unter der Bodenplatte über die komplette Länge des Hauses zur Klappe geführt.
Keiner der genannten "Verantwortlichen“ ist sich einer Schuld bewusst.
Warte immer noch auf einen vom Gericht bestellten Fachingenieur für Entwässerung um alle aufgelaufene Fragen endlich zu klären.
Hatte am 11.05.2009 nun den dritten Rückstau in meiner Wohnung während eines Gewitters. Grund waren massive Ablagerungen an der Rückstauklappe die nicht schließen konnte.
Suche dringend einen versierten Abwasserspezialisten der mir endlich auf die oben beschriebene Entwässerung aufgrund von geltenden DIN-Vorschriften Fragen beantworten kann.
(Sorry, kürzer ging es leider nicht)

Vielen Dank

Christian

SvenG

Fortgeschrittener

Beiträge: 280

Wohnort: Thüringen

Beruf: Abwassermeister

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Freitag, 22. Mai 2009, 21:53

Hallo Christian.

Die Normenreihe, die Du brauchst ist DIN EN 12056 in Verbindung mit der DIN 1986-100. Da steht alles drin, was im Bezug auf Gebäudeentwässerung wichtig ist. Soviel vorab, eine Rückstauklappe Marke Baumarkt Standart ist in Deinem Fall nicht zulässig. Der Querschnitt der Schmutzwasserleitung darf nicht verengt werden bzw. muss im Normalfall frei sein. Eine Rückstausicherung darf erst im Rückstaufall schließen. Ganz abgesehen davon ist in Ihrem Fall die Rückstausicherung mittels Hebeanlage vorzunehmen. Die DIN sagt ganz klar, dass prinzipiell mittels Hebeanlage gegen Rückstau aus dem Kanal zu sichern ist. In Ausnahmefällen ist der Einbau einer Rückstauverschlusses möglich. Solche Ausnahmen sind in der DIN recht eng abgegrenzt. Die zu schützenden Räume müssen untergeordneter Nutzung sein, auf die Benutzung der zu schützenden Einleitstellen muss im Rückstaufall verzichtet werden können, kleiner Benutzerkreis...
Wie schon gesagt, eine Wohnung mit Entwässerungsgegenständen unterhalb der Rückstauebene ist zwingend über eine Hebeanlage zu entwässern. Wenn Du mir Deine Telefonnummer per Mail schickst erklär ich's gern noch genauer.
Interessant sind auch die Infos der Firma Kessel (hier als PDF 3mb) Kessel Rückstauinfo
MfG Sven

(Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten)

SvenG

Fortgeschrittener

Beiträge: 280

Wohnort: Thüringen

Beruf: Abwassermeister

3

Mittwoch, 27. Mai 2009, 07:33

Hallo Christian,

ich hab Deine Mail erhalten und melde mich.
MfG Sven

(Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten)

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