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Markus

unregistriert

1

Montag, 15. Oktober 2007, 12:39

Entkeimungsanlage

Guten Tag,

wir beziehen unser Trinkwasser derzeit aus einer Quelle, das Wasser wird über eine Chloranlage entkeimt, was dem Wasser gelegentlich einen unangenehmen Geruch und Geschmack verleiht. Die Anlage ist relativ anfällig und sehr wartungsintensiv. Wir spielen mit dem Gedanken, eine Anlage zur UV Wasserdesinfektion installieren zu lassen. Das Wasser ist zwar ungetrübt, aber ausgesprochen kalkhaltig. Wie hoch der Kalkgehalt ist, kann ich aus dem Stehgreif nicht sagen, es ist aber so, dass beispielsweise ein Wasserkocher praktisch wöchentlich entkalkt werden müsste.
Meine Fragen beziehen sich auf eben dieses Problem:

1. Hat der Kalkgehalt des Wassers durch Ablagerungen Einfluss auf die Zuverlässigkeit eines solchen Systems und/oder die UV Röhre?

Und

2. Können Sie Angaben zu etwaigen laufenden Kosten/Jahr für Wartung etc. machen?


Über die Quelle werden 7 Haushalte mit insgesamt 16 Personen mit Trinkwasser versorgt.

Olli

unregistriert

2

Dienstag, 16. Oktober 2007, 13:22

Re: Entkeimungsanlage

>Guten Tag,
>
>wir beziehen unser Trinkwasser derzeit aus einer Quelle, das Wasser wird über eine Chloranlage entkeimt, was dem Wasser gelegentlich einen unangenehmen Geruch und Geschmack verleiht. Die Anlage ist relativ anfällig und sehr wartungsintensiv. Wir spielen mit dem Gedanken, eine Anlage zur UV Wasserdesinfektion installieren zu lassen. Das Wasser ist zwar ungetrübt, aber ausgesprochen kalkhaltig. Wie hoch der Kalkgehalt ist, kann ich aus dem Stehgreif nicht sagen, es ist aber so, dass beispielsweise ein Wasserkocher praktisch wöchentlich entkalkt werden müsste.
>Meine Fragen beziehen sich auf eben dieses Problem:
>
>1. Hat der Kalkgehalt des Wassers durch Ablagerungen Einfluss auf die Zuverlässigkeit eines solchen Systems und/oder die UV Röhre?
>
>Und
>
>2. Können Sie Angaben zu etwaigen laufenden Kosten/Jahr für Wartung etc. machen?
>
>
>Über die Quelle werden 7 Haushalte mit insgesamt 16 Personen mit Trinkwasser versorgt.

Hallo Markus,

über die laufenden Kosten kann ich so nichts sagen, der Energieaufwand wird durch den Betrieb der UV-Lampe höher und Du wirst die Leuchtmittel hin und wieder tauschen müssen.
Durch Ablagerungen von Kalk kann natürlich die Wirksamkeit auf einen Wert nahe 0 reduziert werden. Da wirst Du schon regelmäßig nach schauen müssen.

Vielleicht noch eine andere Anregung: Vielleicht kannst Du mit Chlordioxid statt Chlor arbeiten, dass sollte den Chlorgeschmack nicht haben. Auf der Hannover Messe hat ein kleines Unternehmen (Hannover, irgendwo Uni-Nähe) das zumindest so vorgestellt. Apparativ würdest Du da nicht viel umbauen müssen, denke ich.

Viele Grüße, Olli!

SvenG

unregistriert

3

Dienstag, 16. Oktober 2007, 15:40

Re: Entkeimungsanlage

>>Guten Tag,
>>
>>wir beziehen unser Trinkwasser derzeit aus einer Quelle, das Wasser wird über eine Chloranlage entkeimt, was dem Wasser gelegentlich einen unangenehmen Geruch und Geschmack verleiht. Die Anlage ist relativ anfällig und sehr wartungsintensiv. Wir spielen mit dem Gedanken, eine Anlage zur UV Wasserdesinfektion installieren zu lassen. Das Wasser ist zwar ungetrübt, aber ausgesprochen kalkhaltig. Wie hoch der Kalkgehalt ist, kann ich aus dem Stehgreif nicht sagen, es ist aber so, dass beispielsweise ein Wasserkocher praktisch wöchentlich entkalkt werden müsste.
>>Meine Fragen beziehen sich auf eben dieses Problem:
>>
>>1. Hat der Kalkgehalt des Wassers durch Ablagerungen Einfluss auf die Zuverlässigkeit eines solchen Systems und/oder die UV Röhre?
>>
>>Und
>>
>>2. Können Sie Angaben zu etwaigen laufenden Kosten/Jahr für Wartung etc. machen?
>>
>>
>>Über die Quelle werden 7 Haushalte mit insgesamt 16 Personen mit Trinkwasser versorgt.
>Hallo Markus,
>über die laufenden Kosten kann ich so nichts sagen, der Energieaufwand wird durch den Betrieb der UV-Lampe höher und Du wirst die Leuchtmittel hin und wieder tauschen müssen.
>Durch Ablagerungen von Kalk kann natürlich die Wirksamkeit auf einen Wert nahe 0 reduziert werden. Da wirst Du schon regelmäßig nach schauen müssen.
>Vielleicht noch eine andere Anregung: Vielleicht kannst Du mit Chlordioxid statt Chlor arbeiten, dass sollte den Chlorgeschmack nicht haben. Auf der Hannover Messe hat ein kleines Unternehmen (Hannover, irgendwo Uni-Nähe) das zumindest so vorgestellt. Apparativ würdest Du da nicht viel umbauen müssen, denke ich.
>Viele Grüße, Olli!
Warum sollte sich der Kalk an der UV-Lampe in so großen Mengen ablagern, dass die Wirkung gegen 0 geht? Ich denke, dass das kein großes Problem darstellt.
Die laufenden Kosten dürften sich im Rahmen halten, da eigentlich nur der Strombedarf zu Buche schlägt. Der Lampantausch dürfte eher selten erforderlich sein.

MfG Sven

Wilfried

unregistriert

4

Dienstag, 16. Oktober 2007, 16:03

Re: Entkeimungsanlage

Hallo in die Runde,

die laufenden Kosten einer UVC-Entkeimung sind sehr gering, für eine kleine Hausversorgung reichen weniger als 20 Watt elektrische Energie. Die Lebensdauer der Strahler beträgt 7000 - 8000 Betriebsstunden, das kann je nach Schalthäufigkeit aber auch deutlich weniger sein. Und da ist das Problem, denn die Strahler haben eine kurze Anheizzeit, können also nicht spontan auf einen geöffnete Entnahmestelle reagieren. Das könnte man nur mit Dauerbetrieb oder einem Zwischentank ausgleichen.
Erwärmt sich bei Dauerbetrieb (stagnierendem Wasser) die Quarzröhre auf über 50 °C kann Kalk ausfallen und sich absetzen, was die Entkeimungswirkung enorm einschränkt.
Nachteilig ist auch, dass die Entkeimung keine Depotwirkung hat, also nicht in die Rohrleitungen reicht. Hier wäre auf jeden Fall eine zusätzliche Ozonisierung ratsam, oder das Leitungssystem muss regelmäßig desinfiziert werden.

So ein System bedarf auf jeden Fall einer fachgerechten Planung und Installation. Dann ist es preiswert und gut. Eine billige UVC-Lampe für Fischteiche reicht da keinesfalls.

Beste Grüße
Wilfried

Christopher

unregistriert

5

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 21:49

Re: Entkeimungsanlage


Zu 1. Hat der Kalkgehalt des Wassers durch Ablagerungen Einfluss auf die Zuverlässigkeit eines solchen Systems und/oder die UV Röhre?

Schau doch mal bei der Firma WEDEECO nach. Die Anlage wird wahrscheinlich etwas größer ausfallen, da ja mehrere Haushalte an die Quelle angeschlossen sind. Aus diesen Grund besteht evtl. die Möglichkeit bei dieser Firma eine Wasserprobe analysieren zu lassen. Meines Wissen sogar umsonst.

Es gibt mehrer Firmen die UV-Anlagen anbieten. Ein Blick ins Netz hilft. Vielleicht bieten auch diese eine Analyse eine Wasserprobe an.

>>>Und
>>>
>>>2. Können Sie Angaben zu etwaigen laufenden Kosten/Jahr für Wartung etc. machen?

Auf jeden Fall nieriger als die der Ozonierung. Für die Onzonierung ist ein nicht zu vernachlässigen technischer Aufwand erforderlich. Neben den Energiekosten fallen bei der UV-Bestrahlung i. d. R. nur noch die Kosten für die UV-Röhre an.

Achte bei der Anschaffung einer UV-Anlage auf einen ausreichende Bestrahlungsintensität (Angaben in J/m2). Meines Wissens nach wird für die Trinkwasserversorgung eine mindest Intensität von > 400 J/m2 vorgeschrieben.

Gruß Christopher


Wilfried

unregistriert

6

Samstag, 20. Oktober 2007, 16:28

Re: Entkeimungsanlage

Hallo Christopher,

OSRAM hat jetzt eine preiswerte Kombination von UVC und Ozon, LPF 32, zwei Lampen in einem Gehäuse. Das Ozon wird mit einer Venturidüse abgesaugt und eingemischt.

Beste Grüße
Wilfried

markus.koppelberg@gmx.de

unregistriert

7

Montag, 22. Oktober 2007, 11:52

Re: Entkeimungsanlage

Hallo Leute, vielen Dank für die zahlreichen Beiträge! Ich habe noch eine weitere Frage, sie bezieht sich auf die Kalkablagerungen. Kommt die Lampe denn mit dem Wasser in Kontakt, also kann sich überhaupt Kalk auf der Lampe absetzen und die Funktion beeinträchtigen? Ich habe am Wocheende gehört, dass Wasser fließe durch eine Glasröhre und komme mit dem H2O nicht in Kontakt. Bin etwas verunsichert.

Wilfried

unregistriert

8

Montag, 22. Oktober 2007, 21:46

Re: Entkeimungsanlage

>Hallo Leute, vielen Dank für die zahlreichen Beiträge! Ich habe noch eine weitere Frage, sie bezieht sich auf die Kalkablagerungen. Kommt die Lampe denn mit dem Wasser in Kontakt, also kann sich überhaupt Kalk auf der Lampe absetzen und die Funktion beeinträchtigen? Ich habe am Wocheende gehört, dass Wasser fließe durch eine Glasröhre und komme mit dem H2O nicht in Kontakt. Bin etwas verunsichert.

Hallo Markus,

das ist richtig, Wasser und UVC-Lampe werden durch ein Quarzglasrohr getrennt. Wenn sich auf diesem Quarzglas aber Kalk absetzt (oder Schmutz) dann wird der Strahlungsdurchgang behindert und die Entkeimung kann erheblich schlechter werden. Ebenso wird der Strahlungsdurchgang durch Trübstoffe behindert. Das Wasser sollte also möglichst klar sein. Doch auch gelöste Stoffe, wie z.B. Eisen können für eine UVC-Entkeimung nachteilig sein.

Beste Grüße
Wilfried

JürgenB

unregistriert

9

Freitag, 1. Februar 2008, 13:56

Re: Entkeimungsanlage

...wenn der Kalk so großes Kopfzerbrechen bereitet: Warum nicht eine Enthärtungsanlage vorschalten? Es gibt da mittlerweile für jede Leistung passende Systeme. Aber wenn, dann eine DVGW-geprüfte Anlage nehmen (es gibt da eine ganze Reihe von Herstellern).

Gruß
JürgenB

Wilfried

unregistriert

10

Montag, 4. Februar 2008, 02:34

Re: Entkeimungsanlage

>...wenn der Kalk so großes Kopfzerbrechen bereitet: Warum nicht eine Enthärtungsanlage vorschalten? Es gibt da mittlerweile für jede Leistung passende Systeme. Aber wenn, dann eine DVGW-geprüfte Anlage nehmen (es gibt da eine ganze Reihe von Herstellern).
>Gruß
>JürgenB

Hallo Jürgen,

Kalk bereitet da keineswegs Kopfzerbrechen, ich zählte nur auf, was beim Einsatz von UVC-Entkeimungen zu beachten ist. Allein ein UVC-Strahler reicht in den seltensten Fällen.

Beste Grüße
Wilfried

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