Sonntag, 22. April 2018, 18:15 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

Neue Antwort erstellen

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Wasser - Wissen Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Achtung! Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 3 314 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet. Bitte erstellen Sie ggf. ein neues Thema.

Beitragsinformationen
Beitrag
Einstellungen
Internet-Adressen werden automatisch erkannt und umgewandelt.
Smiley-Code wird in Ihrem Beitrag automatisch als Smiley-Grafik dargestellt.
Sie können BBCodes zur Formatierung nutzen, sofern diese Option aktiviert ist.
Dateianhänge
Dateianhänge hinzufügen

Maximale Anzahl an Dateianhängen: 5
Maximale Dateigröße: 20 kB
Erlaubte Dateiendungen: bmp, gif, jpeg, jpg, pdf, png, txt, zip

Sicherheitsmaßnahme

Bitte geben Sie die untenstehenden Zeichen in das leere Feld ein (ohne Leerstellen). Groß- und Kleinschreibung müssen nicht beachtet werden.

Die letzten 7 Beiträge

Donnerstag, 26. März 2009, 12:12

von: SvenG

Also wenn sich alle von der geordneten gebührenfinazierten Entwässerung verabschieden, tut mir der leid, der für sein Grundstück keine grundstücksbezogene Lösung schaffen kann. :S Solche soll es doch noch geben. Ich finde nirgenswo greift das Soldarprinzip so gut wie bei der Wasserver- und entsorgung. Außerdem sollte man nicht verschweigen, das das abflusslose Grundstück auch keine "kostenfreie" Abwasserentsorgung hat. Die Anschaffungs-, Betriebs- und Unterhaltskosten sind nicht zu unterschätzen.

Donnerstag, 26. März 2009, 09:41

von: maaslaender (nicht registriert)

Zwangsverpflichtung

Hallo miteinander,

die Kommune wird sicherlich mit allen Mitteln versuchen den Zwang durchzusetzen weil es wie schon angedeutet nicht um Ressourcen- und Naturschutz geht sondern um den kommunalen Haushalt, sprich Gebührenrefinanzierung etc. Deshalb muss man schon zusehen das man eine Anlage schafft wo tatsächlich nichts zum entsorgen überbleibt und das ist nach dem heutigen Stand der technik möglich. Selbst Arzneimittelrückstände und Bakterien lassen sich mittlerweile eliminieren. Bei einer Pflanzenkläranlage bleiben auch feste Bestandteile zurück, diese kann man aber beispielsweise solange in einem Rottebehälter sammeln bis der verbleibende Kompost bedenkenlos auf dem Grundstück als Dünger eingesetzt werden kann.

Mittwoch, 25. März 2009, 10:42

von: SvenG

So einfach wird's nicht werden

Im Prinzip hat Maaslaender recht. Fällt kein Abwasser an, muss auch keins entsorgt werden. Aber der Anschlusszwang gilt in den allermeisten Fällen auch für die Entsorgung des Fäkalschlammes. Also selbst das abflusslose Grundstück muss zeitweise Fäkalschlamm entsorgen. Und das macht in der Regel nach Satzungsrecht der Abwasserbeseitigungspflichtige und nicht der Grundstückseigentümer (es sei denn, er hat zufällig einen landwirtschaftlichen Betrieb mit eigener Ackerfläche)
MfG Sven

Mittwoch, 18. März 2009, 08:50

von: maaslaender (nicht registriert)

Anschluß- und Benutzungszwang

ich habe ein ähnliches Problem wie Sie und ich kann Ihnen bereits jetzt versichern, das es nicht einfach wird sich gegen das Vorhaben der Kommune durchzusetzen. Man braucht vor allem einen starken Willen, Geduld und Nerven ! Beste Beispiele sind die Familien Plentzke, Eberhardt Paul, Frau Groger etc. Ich wohne im Außenbereich und habe bis 2004 eine Dreikammeranlage mit Verrieselung betrieben, ungefähr zu dem Zeitpunkt wurden viele Betreiber solcher Anlagen darauf hingewiesen, das künftig nur noch vollbiologische Systeme zulässig seien. Laut eingereichter Petition bei der EU handelt es sich bei dem Gebiet wo ich wohne um einen Bereich welcher aufgrund des Streusiedlungcharakters keine zwingend notwendige Kanalisierung rechtfertigt. Gleichwohl kamen einige Nachbarn auf die Idee man könnte hier doch eine Druckleitung hinlegen. Dazu wurde dann eine Anliegerversammlung einberufen auf der ein Fragebogen verteilt wurde mit der Möglichkeit für oder gegen Kanalisierung zu stimmen (lenkende Wirkung). Dezentrale Möglichkeiten wurden nicht angesprochen bzw. unter den Tisch gekehrt, Abwasserkonzept lag nicht vor. Ich habe mich gewehrt und bin mittlerweile soweit eine Nutzwasserrückgewinnungsanlage zu errichten. Bis heute bin ich nicht angeschlossen und betreibe das „alte“ System derzeit als abflusslose Grube. Erst letzte Woche wurde mein Antrag auf Änderung/Ergänzung der Abwassersatzung im Haupt- und Finanzausschuss der Kommune beraten. Bereits der sachliche Inhalt der Sitzungsvorlage bezieht sich nicht auf die Antragsgründe sondern behandelt meine bisherigen Versuche (Verwaltungsgericht, Petitionsausschuss etc.) mich dem Anschluss- und Benutzungszwang zu wiedersetzen. Man will einfach kein eigenverantwortliches Handeln des Bürgers und versucht deshalb mit allen Mitteln dies zu verhindern, letztendlich geht es nur um die Refinanzierung getätigter Maßnahmen und nicht um den Umweltschutz. Die Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes, AGENDA 21 etc. zu einem nachhaltigen Umgang mit der Resource Wasser übergeht man schlichtweg !

Laut Landeswassergesetz besteht nur die Verpflichtung, Abwasser ordnungsgemäß anzudienen sofern überhaupt welches zur Andienung anfällt (deswegen müssen Sie ein System schaffen wo nichts zur Andienung verbleibt). Nirgends steht geschrieben das die Andienung von Schmutzwasser zwingend und NUR über ein leitungsgebundenes System zu erfolgen hat. Außerdem steht nirgends wann die Andienung zu erfolgen hat. Zunächst ist Schmutzwasser Eigentum des Bürgers (man hat schließlich dafür bezahlt) und es ist mittlerweile mehrfach gerichtlich bestätigt worden, das eine Mehrfachnutzung nicht untersagt werden darf sofern dabei die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Auch mit einer Abwasserentsorgung über eine abflusslose Grube kommen Sie bereits jetzt Ihrer Abwasserbeseitigungspflicht nach. Ob die Wassergesetze und kommunalen Satzungen überhaupt greifen (können) ist fraglich da ja keine Gewässerbenutzung erfolgt. Gleichwohl werden Sie wohl über kurz oder lang eine Zwangsverpflichtung zugestellt bekommen bei der man sich u. a. auf das Solidaritätsprinzip beruft wonach alle sich an den für die Gemeinschaft getätigten Einrichtungen zu beteiligen haben. Das Solidaritätsprinzip besagt aber auch, das jeder dazu nur so viel beizutragen hat wie er es finanziell verkraften kann (?). Fakt ist: Man kann eine Änderung der derzeit gängigen Praxis im Abwasserbereich allenfalls herbeiführen wenn möglichst viele Betroffene sich engagieren und hierzu auch den leidigen Gang zu den gerichten wählen. Jeder der resigniert und seine ökologischen Ziele einmottet ist ein Verlust für das Allgemeinwohl.



8)

Montag, 9. Februar 2009, 08:37

von: SvenG

Anschluszwang oder abflusslose Grube

Hallo.

8m³/Jahr? Das erschein mir aber sehr wenig. Selbst wenn Ihr sehr sparsam seit, werdet Ihr doch bestimmt im Schnitt immernoch gut 30-50l / Einwohner und Tag benötigen. Das bedeutet rein rechnerisch eine Anwesenheit von 130-80 Tagen :huh: .

Egal. Wäre es Euch möglich eine Skizze von den Grundstücksverhältnissen und ggf. den Kostenvoranschlag des Zweckverbandes zu mailen? Vielleicht kann ich Euch dann etwas weiterhelfen. Das hier aus der Ferne zu beurteilen ist nur schlecht möglich.

Samstag, 7. Februar 2009, 17:52

von: R*O*B*I*N*S*O*N (nicht registriert)

Nachtrag

Ich bin hier nicht registriert. Also wäre ich für Hinweise und mehr per Mail unter robin.son@gmx sehr dankbar.

MfG
R.

Samstag, 7. Februar 2009, 17:50

von: R*O*B*I*N*S*O*N (nicht registriert)

Anschlußzwang contra Abflusslose Sammelgrube

Hallo,

wir haben seit 1978 ein Grundstück in Mc-Pom. Auf diesem Grundstück wohnen wir zu zweit in einem 80 qm Wohnhaus; gebaut 1990.Das Wohngrundstück ist örtlich so gelegen, dass vor uns zur Hauptstrasse ein Nachbar ist, sonst keiner. Wir stellen sozusagen den Abschluss einer Stichstraße dar. Die Entwässerung erfolgt über eine abflusslose Betongrube, die mehrfach jährlich vom Zweckverband gg. Gebühr abgefahren wird. Für diese Verfahrensweise und die Sammelgrube gibt es eine behördliche Genehmigung aus 1991. Darin wir zum Grund für den Nichtanschluß an die zentrale örtliche Entwässerung auf wirtschaftliche Gründe verwiesen. So funktioniert das Ganze seither ohne Probleme. Der Nachbar lhatte nun die Idee, sich an die zentrale Abwasserleitung anschließen zu lassen. Der hiesige Zweckverband nahm das zum Anlaß, uns unter Verweis auf vermeintlichen Anschlusszwang gleich mit anzuschließen. Zwangsweise, wenn wir NEIN sagen. Und wir sagen entschieden NEIN. Denn wir sind nur wenig Zeit im Jahr daheim, reisen viel und haben mithin nur einen geringen Entsorgungsbedarf (konstant seit je her ca.8 qm/Jahr). Ein Anschluss soll uns 6350 € (Kostenmitteilung des Zweckverbandes) zzgl. diverser Nebenkosten für z.B. elektr. Installationen für die Einrichtung der Hebe/Pumpanlage kosten. Also ein weit mehr als Hundertfaches der aktuellen jährlichen Abwasserkosten. Auch die laufenden Kosten der zukünftigen Abwasserentsorgung würden sich u.A. durch den technischen Aufwand und Instandhaltungs/Betriebskosten sich deutlich erhöhen.

Wir haben ob der sinifikanten Bezüge der Vorstände des Zweckverbandes und der exorbitanten Jahresgewinne der mit diesem verbandelten Baubetriebeganz eigene Erkenntnisse vom/zum Zweck dieses Verbandes. Und möchten uns hier absolut nicht an dem -unter dem Vorwand eines Umweltgedanken dahergeheuchelten- Betriesgeschehen als Sponsor beteiligen. Unsere Grube wird regelmäßig auf Dichtheit geprüft und von Innen neu versiegelt. Damit gewährleisten wir, dass wirklich nichts versickert.

Wir haben das LwaG und die Satzung des ZV Usedon studiert und nichts gefunden, was gegen den Fortbetrieb unserer Sammelgrube spricht. Und noch liegt keine Leitung vor unserem Grundstück/in unserer Stichstraße. Auf die Ankündigung haben wir bereits widersprochen.
Was können wir nun tun, um wirksam einen Zwangsanschluss und damit die unserer Ansicht nach mafiöse Bereicherung der Initiatoren zu verhindern?
Mit welchen Argumenten müssen wir von der Gegenseite rechnen, um uns aufs Kreuz zu legen. Und wie kommen wir dagegen an?
Kluger Rat (gern auch der Hinweis auf einen erfahrenen Anwalt in unserem Gebiet) dringend erwünscht!!